Nachhaltigkeit: Investmentfonds bieten Wachstumspotenzial

ildquellenangabe: GG-Berlin  / pixelio.de

ildquellenangabe: GG-Berlin / pixelio.de

Institutionelle Anleger haben nachhaltige Fonds schon längst für sich entdeckt und investieren seit Jahren mit zunehmender Tendenz in solche Fonds. Bei privaten Anlegern gibt es nach wie vor Vorbehalte gegen nachhaltige und ethische Investmentfonds. Sie befürchten mit solchen Investments auf Renditechancen zu verzichten. Dabei zeigen Mittel- und Langzeitvergleiche, dass nachhaltige Investmentfonds im Vergleich zu herkömmlichen Fonds in den vergangenen Jahren eine deutlich bessere Performance mit durchschnittlich höheren Renditen hingelegt und sich als nachhaltige Geldanlage bewiesen haben.

Starkes Wachstumspotenzial

Fondsindustrie, Fondsverbände und Experten aus aller Welt sind sich einig und sehen bei ethischen und nachhaltigen Investmentfonds (Responsible Investment Funds, oder auch kurz RI-Fonds) ein sehr hohes Wachstumspotenzial. Einer Studie des Wirtschaftsprüfung- und Beratungsunternehmens KPMG zufolge stieg zwischen 2010 und 2012 die Zahl der Investmentfonds, die eine nachhaltige Anlagenpolitik verfolgen, um 14 Prozent auf insgesamt 775. Die in diesem Bereich verwalteten Gelder stiegen im gleichen Zeitabschnitt um 19 Prozent auf 237,9 Milliarden Euro. 

Bisher stammen lediglich sechs Prozent der verwalteten Anlagegelder in RI-Fonds von privaten Anlegern. Im Vergleich dazu kommen insgesamt 31 Prozent der von der Fondsindustrie verwalteten Anlagegelder von privaten Anlegern. Hier bieten sich also noch viele Wachstumsmöglichkeiten für Investmentfonds, die sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben. Unter http://www.thomas-lloyd-nachhaltigkeit.de/ lesen Sie noch weitere Informationen zum Thema.

Sektorübergreifend investierende und themenspezifische Fonds

RI-Fonds lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: ethische Fonds, die nach ethischen und/oder religiösen Kriterien investieren, und sogenannte ESG-Fonds (Environmental-, Social- and Governance-Funds). Diese investieren nach ökologischen, sozialen und Kriterien wie guter Unternehmensführung. ESG-Fonds wiederum lassen sich in sektorübergreifende Fonds und themenspezifische Fonds unterscheiden. Sektorübergreifend investierende Fonds führen im Rahmen der Auswahl der Anlageobjekte ein positives oder negatives Screening durch. Dadurch werden Projekte bzw. Unternehmen eindeutig als Anlageobjekt ein- oder ausgeschlossen. Themenspezifische Fonds dagegen lassen sich rein nach ökologischen, sozialen oder Fonds, die sich an Governance-Kriterien orientieren, unterscheiden. Je nach Ausrichtung investieren diese in erneuerbare Energie, nachhaltige Forstwirtschaft, Wasserprojekte (ökologische Ausrichtung), in Mikrofinanzfonds (soziale Ausrichtung) oder in Fonds mit schwerpunktmäßiger Ausrichtung auf soziales Unternehmertum (Governance-Ausrichtung).

Anlageschwerpunkte

Zurzeit liegen die Schwerpunkte der Anleger deutlich auf den sektorübergreifend investierenden Fonds. Zwei Drittel aller RI-Fonds können den sektorübergreifend investierenden Fonds zugerechnet werden. 83 Prozent aller verwalteten Anlagesummen entfallen auf diesen Bereich. Auf die themenspezifischen Fonds dagegen entfallen gerade einmal zwölf Prozent der verwalteten Anlagegelder. Diese sind aber vor allem bei privaten Anlegern sehr beliebt, weil sich deren Anlagestrategien besonders leicht nachvollziehen und überprüfen lassen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Post Navigation

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen