Silber „versilbern“ – oder als Wertanlage kaufen?

Bildquellenangabe: 	Mariocopa  / pixelio.de

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Silber zählt ebenso wie Gold zu den Edelmetallen, steht jedoch bei vielen Anlegern meist weniger im Fokus. Doch die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass auch am Silbermarkt beträchtliche Wertsteigerungen realisiert werden können. Andererseits gilt dieser Markt als kleiner und von stärkeren Preisschwankungen bestimmt als der Goldmarkt. Wer sich hier engagieren möchte, sollte sich deshalb zumindest etwas grundlegendes Hintergrundwissen aneignen.

Silber als Wertanlage: unterschiedliche Varianten

Ähnlich wie bei Gold, gibt es auch bei Silber verschiedene Anlagemöglichkeiten. Neben indirekten Investments, beispielsweise über Exchange Traded Funds (ETFs), können Anleger auch physisches Silber in unterschiedlichen Formen erwerben. So gibt es beispielsweise verschiedene Silbermünzen, aber auch Silberbarren. Ein neuerer Trend sind sogenannte Combi-Barren, bei denen sich kleine Stücke an vorher festgelegten Sollbruchstellen abbrechen lassen, um sie beispielsweise als Zahlungsmittel einzusetzen. Der Kauf von Silbermünzen bietet gegenüber dem Erwerb von Barren übrigens den Vorteil, dass darauf nur ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent statt der sonst üblichen 19 Prozent erhoben wird.

Alte Silberbestände verkaufen

Die Tatsache, dass Silber einen durchaus ansehnlichen Wert verkörpern kann, legt natürlich auch den Gedanken nahe, den umgekehrten Weg zu gehen: So gibt es auch bei Silber die Möglichkeit, eventuell im Haushalt vorhandene Bestände zu einer Ankaufsstelle zu bringen und sie dort zu möglichst attraktiven Preisen zu veräußern. Insgesamt dürften private Haushalte sogar über deutlich mehr Silber als Gold verfügen, denn schließlich wurden und werden auch zahlreiche Haushaltsgegenstände aus Silber hergestellt. Dazu zählen vor allem Bestecke, aber auch Leuchter, Teller, Becher, Schreibgeräte oder auch diverser Schmuck.

Feinsilbergehalt beachten

Sowohl beim Kauf von Silber als Wertanlage als auch beim Verkauf von Silber sollte stets auf den Feinsilbergehalt geachtet werden. Denn ähnlich wie Gold ist auch Silber in Reinform ein sehr weiches Metall. Deshalb wird es in der Praxis ebenfalls überwiegend in Form von Legierungen verwendet. So gibt es beispielsweise das sogenannte 925er Sterlingsilber, bei dem 925 Teilen Silber nur 75 Teile Kupfer beigemischt wurden. Das für Silberbesteck häufig verwendete 800er Silber dagegen enthält bereits 200 Teile Kupfer und nur noch 800 Teile Silber. Davon zu unterscheiden sind Gegenstände, die nur mit einer Silberauflage versehen sind, ohne jedoch aus massivem Silber zu bestehen. Wer Silber zur Anlage kaufen oder aber sein Silberbesteck verkaufen möchte, sollte in jedem Fall auch einen Blick auf die Entwicklung des Silberpreises in den zurückliegenden Wochen werfen und grundsätzlich Vergleichsangebote einholen, um einen möglichst realistischen Preis zu bekommen.

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